Puppenstubenbrief entsteht

Ein Stück heile Welt zum Verschenken - ein Puppenstubenbrief entsteht

Manuela Horn – Ideengestalterin für Erinnerungsbriefe, Gründerin und kreativer Kopf von HORNdeko

Zugegeben, viele Leserinnen und Leser werden sich von dieser Seite vor allem Technik erwarten. Alles soll innerhalb von Sekunden erfasst sein: Wie ist der Aufbau? Wie wird gepolstert? Wie funktioniert das mit der Dekoration?

Natürlich möchte ich auf dieser Seite weder die Lesezeit künstlich aufbauschen noch Ihnen Ihre kostbare Zeit stehlen. Das liegt mir fern.

Aber um Zeit geht es schon.

Es geht um Wertschätzung. Um die Zeit, die man sich beim Aussuchen eines Geschenkes nimmt.

Meine Puppenstubenbriefe tragen das Motto „Ein Stück heile Welt verschenken“. Sie verbinden Sehnsucht und Wertschätzung. In einer Puppenstube darf das Leben so sein, wie man es sich wünscht.

Bevor ein Puppenstubenbrief entsteht

Wenn man diesen Gedanken weiterdenkt, ist es eigentlich selbstverständlich, dass ich mich nicht einfach hinsetze und schnell etwas produziere.

Puppenstubenbriefe entstehen zuerst ganz viel in meiner Gedankenwelt: Sommer – herrlich. Was macht den Sommer aus? Was fühlt man? Juchu, der Herbst kommt. Vorfreude – und nun können auch wieder die Herbsthobbys beginnen.

Meine Gedankenwelt spielt sich in Räumen ab. Diese Räume sollen nicht nur Jahreszeiten einfangen. Denn nun kommen wir wieder zur Wertschätzung: In diesen Räumen wird etwas für einen Menschen zum Verschenken gestaltet.

Ich liebe es, bei Geschenken „Menschen zu sehen“. Welche Hobbys haben sie? Womit verbringen sie gerne ihre Zeit? Welche Farben gefallen ihnen? Diese Themen finden sich schließlich in meinen Räumen wieder.

Vom Bildmotiv zum Puppenstubenbrief

Das Zimmer selbst ist ein Bildmotiv auf Stoff. Möbel, Fenster und andere Bestandteile des Raumes sind also Teil dieses Bildmotivs. Daraus entsteht anschließend in mehreren Arbeitsschritten ein gepolsterter und von Hand dekorierter Puppenstubenbrief.

Bildmotiv auf Stoff – Die Raumszene wird auf Stoff übertragen.

Polsterung – Karton und Watte bilden die gepolsterte Grundlage, die mit dem Stoff überzogen wird.

Bänder und Spitzen – Passend zum jeweiligen Motiv wähle ich Stoffe, Bänder und Spitzen aus. Ein Teil davon wird bereits beim Pressen mitverarbeitet.

Ein Puppenstubenbrief Vorzimmer für den Herbst entsteht
Gummistiefel, Regenjacke und kleine Details bringen den Herbst ins Vorzimmer.

Die Buchpresse – Mit dem Rückenteil verbunden kommt der Puppenstubenbrief in die Buchpresse. Dort bleibt er meist ein bis zwei Tage. Bei Bedarf wird anschließend nachgearbeitet und nochmals gepresst.

Ein Puppenstubenbrief wird in der Buchpresse gepresst
Hier braucht es vor allem eines: Zeit.

Die Dekoration – Nach dem Pressen bekommt der Puppenstubenbrief seine weiteren Details. Kleine Anhänger werden angenäht, Cutouts und andere Elemente ergänzen das Stoffmotiv.

Puppenstubenbrief Küche – Dekoration nach dem Pressen
Nach dem Pressen kommen die kleinen Details dazu.

Die Widmungsseite – Im Innenteil wird eine leere Seite für persönliche Worte angebracht.

Fertigstellen und verpacken – Nun ist der Puppenstubenbrief bereit zum Verschenken. Ein kleiner Umschlag liegt bei – darin findet auf Wunsch auch ein Geldgeschenk oder Gutschein Platz.

Puppenstubenbrief Nähzimmer – Dekoration während der Anfertigung
Puppenstubenbrief Nähzimmer – fertig dekoriert mit kleinen Details
Gepolsterter Puppenstubenbrief Nähzimmer - Ansicht mit Widmungsseite
Puppenstubenbrief Nähzimmer – als fertiges Geschenk

Räume für Menschen

So stelle ich mir zum Beispiel bildlich einen Wanderer vor. Sonntags wandern. Wanderschuhe und Rucksack stehen im Vorzimmer. Der Semmering ist mein Lieblingsberg – und so kommen solche persönlichen Gedanken manchmal sogar im Titel vor.

Oder ein Puppenstubenbrief zum Thema Herbst: Im Vorzimmer stehen die Gummistiefel und die Regenjacke hängt bereit. Natürlich bietet der Herbst auch die beste Zeit zum Drachensteigen.

Oder das Nähzimmer: Stoffe, Nähmaschine, Maßband und kleine Details erzählen von einem Menschen, der gerne viele Stunden in seinem Nähzimmer verbringt. Vielleicht ist es die Freundin, die Mama oder ein anderer lieber Mensch.

Haben Sie schon einen Menschen im Kopf, dem Sie genau so einen Puppenstubenbrief schenken könnten?

Persönliche Worte gehören dazu

Damit ein Puppenstubenbrief auch wirklich persönlich wird, befindet sich im Innenteil eine leere Widmungsseite.

Mit welchen Zeilen Sie diese befüllen, bleibt dann Ihr Geheimnis.

Ich freue mich, wenn ich Sie mit meiner Begeisterung für meine Puppenstubenbriefe anstecken kann. Sie sind ein Teil meiner Erinnerungsbriefe – handgefertigt in meiner Werkstätte in Wien.

Herzlichst, Manuela Horn


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